I Ging
Das "Buch der Wandlungen" ist der älteste der klassischen chinesischen Texte. Eine Ausgewogenheit der Gegenteile und ein Akzeptieren der Veränderung sind die Grundideen dieses Werkes.
Der Symbolismus des I Ging wird durch 64 Hexagramme
dargestellt.
Ein Hexagramm besteht aus sechs waagrechten durchgehenden (Yang)
oder unterbrochenen (Yin) Linien, seelischen Bewegungen gleich, aus
denen sich 64 Kombinationen bilden lassen.
Bei den Feng Shui-Berechnungen werden unter Anderem die Trigramme zur Bestimmung bestimmter Faktoren des Hauses oder der Wohnung herangezogen und die persönlichenn Trigramme errechnet, aufgrund der sich die günstigen Schlaf- und Arbeitsplatzausrichtungen ergeben.
Die Trigramme des I Ging
Hauptsächlich ist das I Ging im europäischen Raum bestenfall als Orakel bekannt und im ungünstigsten Fall als divinatorischer Hokuspokus in Veruf geraten.
Durch das rituelle Werfen von Münzen oder Schafgarbenstängel
erhält man ein Hexagramm, für dessen spezielle Zusammensetzung der
Linien das I Ging einen erläuternden Text bereit hält, der -
eine richtige Deutung vorausgesetzt - anzeigt, in welche Richtung
sich ein Zustand bewegen kann.
Die Kombinationen der acht Trigramme ergeben 64 aus sechs Linien
bestehende Hexagramme.
Tatsächlich kommt jeder Linie eine Bedeutung zu. Das Trigramm
besteht aus der Kombination durchgehenden und geteilten
Linien.
Während die durchgehende Linie das Prinzip Yang repräsentiert, steht die
geteilte Linie für das Prinzip Yin.
Es sind die beiden Spannungsfelder Plus und Minus, die
erst hochkomplizierte Abläufe ermöglichen.
Hier werden die männlichen und die weiblichen Aspekte zusammen mit der Stellung, die die einzelne Linie innerhalb des Trigramms einnimmt, zu einem komplexen Gebilde zusammengeführt.
Die obere Linie steht für den Himmel, die untere für die Erde und die mittlere Linie verkörpert den Menschen, der somit als Mittler zwischen Himmel und Erde steht.
Die Wandlungsphasen der Fünf Elemente beschreiben ebenso wie die Trigramme die zyklischen Abläufe des Qi. Während jedoch die Fünf Elemente dies auf eine recht einfache und elegante Art meistern, werden die Energiephasen des Qi mittels den Trigrammen auf einer abstrakten Ebene dargestellt.
Indeterminismus
In der Physik bezeichnet der Indeterminismus die Existenz des echten Zufalls, also der echten Unvorhersagbarkeit von Ereignissen. Laut Watzlawick beruht die irrige Annahme eines Zufalls lediglich auf unsere Unkenntnis der ihm zugrunde liegenden Ordnung.
Nach Meinung mancher Philosophen bedeutet es die Grundlage für die Willensfreiheit des Menschen.
Die Frage, ob der Mensch, die Natur oder auch nur einzelne
Zellverbände oder Photonen indeterministisch oder deterministisch
zu betrachten ist, beschäftigt Heerscharen von Physikern,
Philosophen und Religionswissenschafter.
Aber es dürfte den Anschein haben, dass wir, in Anbetracht des
philosophischen „Problems des logischen Fatalismus“, der besagt,
dass die Zukunft logisch vorbestimmt ist, insofern die Aussagen
über die Zukunft notwendig wahr sind, im Hinblick auf
Zukünftiges überhaupt nicht frei sind.
Bedeutet der „philosophische“ Indeterminismus, dass der Mensch
wählen kann? Wenn ja, dann führt die Wahl die Willensfreiheit ja
wieder ad absurdum. Sobald ich gewählt habe, bin ich nicht mehr
unabhängig, denn sobald der Entscheidungsprozess beginnt ist man
determiniert.
Der Entscheidungsprozess beginnt mit dem Wunsch und bevor dieser
nicht gedacht wurde gibt es meiner Meinung nach diesbezüglich
keinen Grund für Determinismus oder Indeterminismus.
Es ist Nichts, oder auch Beides zugleich.
Wie sieht es beim „Physikalischen“ Indeterminismus aus? Kann ein Photon wählen, ob es sich als Teilchen oder als Welle präsentiert? Oder ist die Zukunft des Photons - abhängig von der Fragestellung des Versuchsleiters - determiniert. Die Zukunft eines Photons ist vom Blickwinkel des Beobachters abhängig, der sie damit der Kausalität unterwirft.
„Das Gott nicht würfelt, schon gar nicht bei Messungen,
besagen auch diverse Interpretationen der Quantenmechanik, statt
dessen vergrößert er lediglich die Bereiche, die bei Anwendung der
deterministischen Gesetze berücksichtigt werden müssen, die
Zusammenfassung der ursprünglichen Systeme zu einem größeren
System.“
(Zitat Henning Genz; Wie Naturgesetze Wirklichkeit schaffen)




























